Zum 53. Mal rief Niesky zum Mehrkampfmeeting und die Sportler aus ganz Deutschland folgten. Auf der Kleinsportanlage mit 250m Rundbahn organisierte der LSV Niesky wieder einen super Wettkampf. Mit über 180 Teilnehmern ist der Wettkampf eigentlich schon über die Kapazitätsgrenzen ausgebucht, trotzdem lief der ganze Wettkampf reibungslos und ohne Störungen. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an den ausrichtenden Verein.
Von der SG Vorwärts Frankenberg trat in der männlichen Jugend U18 Loki Herrmann an. Mit 11,87s über 100m und 5,41m im Weitsprung war er noch nicht ganz zufrieden. Dann konnte er sich aber im Kugelstoß über eine neue Bestleistung von 10,21m freuen. Wie viele andere hatte auch der jüngste Frankenberger im Hochsprung etwas Probleme an seine Bestwerte anzuknüpfen. Zum Abschluss von Tag 1 lief er dann noch 55,51s, was bei den engen Kurven sehr respektabel ist. Der zweite Tag startet mit starkem Gegenwind und trotzdem erzielte er eine neue Bestzeit über die 110m Hürden mit 16,50s. Im Diskus (25,58m), Stab (3,40m) und Speerwurf (26,27m) blieb er im Rahmen seiner Möglichkeiten. Den abschließenden 1500m Lauf ging er übermotiviert an, so dass die Beine recht schnell schwer wurden. Trotzdem blieb am Ende eine neue Bestzeit von 5:03,86min auf der Uhr stehen. In der Summe waren dies 4887 Punkte und Platz drei in seiner Altersklasse.
16 Jahre nach seinem letzten Zehnkampf und über 20 Jahre ohne zielgerichtetes Training nahm Roberto Sobotka wieder einen Zehnkampf in Angriff. Dafür bereitet er sich zwei Jahre vor und merkte das mit 40 Jahren der Körper nicht mehr ganz so geschmeidig ist wie mit 20 Jahren. Trotzdem zeigte er einen soliden Mehrkampf der neben Höhen über 100m (12,54s), 400m (60,50s), 110m Hürden (19,60s), Diskus (26,58m) und Stabhochsprung (2,80m) auch einige Tiefen (Weit, Hoch, Kugel) hatte. Nun hat der Frankenberger mit 4394 Punkten einen ordentlichen Ausgangswert für die nächsten Jahre. Neben dem zweiten Platz in der Meetingwertung konnte er sich auch über Silber in der Landesmeisterschaftswertung freuen.
Roberto musste sich nur dem amtierenden Weltmeister dieser Altersklasse geschlagen geben. Und der kommt aus dem gleichen Verein. Matti Herrmann stellte von Anfang an klar, dass er große vorhat. Mit 11,60s über 100m und 6,44m im Weit legte er eine super Grundlage. 10,66m im Kugelstoßen waren solide und im Hochsprung ließ er mit 1,75m ein paar Punkte liegen. Über 400m trommelte er 53,12s auf die Bahn. Der zweite Tag startet mit 16,34s über die Hürden und 28,73m im Diskuswurf nicht ganz wie erhofft. Es folgten 42,30m im Speerwurf. Nun zeigten sich auch beim Frankenberger Spuren der langen Tage. Mit einem verkrampften Wadenmuskel überwand er 4,20m im Stabhochsprung. Vor der 1500m wurde der Taschenrechner angeworfen. Matti musste ca. 16 Sekunden schneller als bei seinem WM-Titel laufen um 7000 Punkte zu erreichen. Der Frankenberger kämpfte um jedes zehntel und am Ende standen nach 4:39min 7001Punkte im Protokoll. Damit ist der Vorwärtsathlet der erste der in Niesky diese Magische Marke durchbrechen konnte. Zusätzlich bedeutet diese Marke auch einen neuen Sachsenrekord für den 42-jährigen. Auf dem Weg dorthin, erreichte er mit 2237 Punkten im Dreikampf ebenfalls einen neuen Landesrekord.
Seine Schwester Bianka nutze das Meeting für einen Dreikampf. Am Ende der Saison gelangen ihr zwar nicht mehr die absoluten Spitzenergebnisse, aber mit 13,84s (100m), 4,86m (Weit) und 9,97m (Kugel) durchaus Werte, die sich sehen lassen können und die der Konkurrenz deutlich überlegen waren. So siegte sie mit 1915Punkten.